Ich war mal aktiver Vampir bei Monstersgame.Und ich hab mich freiwillig dafür gemeldet,die Clangeschichte zu schreiben.Leider ist sie nie wirklich "veröffentlicht" worden.Ich stell sie jetzt mal hier rein.Könnt ja euren Senf dazu abgeben,wenn ihr wollt ^.°
P.S. Ich hab die Nicks als Namen übernommen,also nicht wundern,wenns komisch klingt ^^
Der Fluch der Vampire
In einem sehr alten Buch steht folgende Geschichte geschrieben. Ich weiß nicht wann sie verfasst wurde, aber ich würde sie euch gerne erzählen. Aber ich werde nicht mit „Es war einmal…“ beginnen, denn das passt hier nicht. Spitzt die Ohren und hört gut zu!
†
Die Nacht war kohlrabenschwarz, es war eiskalt. Dichter Nebel hing über dem Wald. Die gespenstische Stille schien einen schier zu erdrücken. Kein Tier regte sich in den Bäumen und Büschen, deren Umrisse nur vage zu erahnen waren. Wolken, die ein bedrohliches Donnergrollen von sich gaben, verdeckten den Himmel, der im Sekundentakt von grellen Blitzen durchzogen wurde. Keinen Augenblick später schien es einen Wolkenbruch zu geben.
Durch den dichten Vorhang aus kleinen Wassertropfen schlich lautlos eine dunkle Gestalt. Sie war bis auf die Knochen völlig durchnässt. Da sie die Kapuze tief in die Stirn gezogen hatte, sah man außer einem tiefen Schwarz nicht viel vom Gesicht. Ihr Atem zeichnete sich als weiße Wölkchen in der kalten Nachtluft ab. Aufmerksam wandte die Gestalt den kopf nach rechts und links, jedes verräterische Geräusch registrierend, da der Wald bei jeder Tageszeit voller Gefahren war.
Der Weg, der am ehesten einem Trampelpfad glich, war völlig aufgelöst und bestand fast ausschließlich aus knöcheltiefen Pfützen. Nur mühsam kam die Gestalt vorwärts, stapfte wie ein Storch durch das schlammige Wasser.
Mitten im Wald befand sich ein kleiner, sehr alter Friedhof. Die Grabsteine waren teilweise schon so verwittert, dass es nur noch unförmige Brocken waren, die im Dunklen noch unheimlicher aussahen, als sie es in Wirklichkeit waren. In der Mitte der Grabstätte stand ein fast zerstörtes Kreuz auf einem Podest. Im Großen und Ganzen machter der Friedhof einen sehr verwahrlosten Eindruck. Hier schien seit Jahren niemand mehr gewesen zu sein. Der Weg war von Gras und Butterblumen überwuchert, von den einstiegen Gräbern waren nur noch sanfte Hügel übrig geblieben. Welches Volk auch immer diese Grabstätte errichtet hatte, es musste schon seit Langem ausgerottet sein.
Die Gestalt beugte sich nach vorne und inspizierte einen kleinen, grob gemeißelten Grabstein.
Die Inschrift war kaum noch zu entziffern. Vor etwa zweihundert Jahren war hier ein Kind begraben worden. So alt musste diese letzte Ruhestätte also sein, wenn sie nicht noch älter war.
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Die Menschen beäugten sie schon die ganze Zeit. Es kam nicht selten vor, dass reisende das Dorf am Rande des Dunklen Waldes passierten. Meist benutzten sie die Landstraße, die in die nächste Stadt führte, aber aus diesem Wald war bisher noch nie jemand ins Dorf gekommen. Der Wald sei verflucht, hieß es. Vampire, Werwölfe und andere Dämonen sollten ihr Unwesen dort treiben.
Flinks achtete nicht auf die Blicke der Dorfbewohner, die sie jetzt schon seit sie diese Siedlung betreten hatte, verfolgten. Mittlerweile war sie es gewohnt, misstrauisch beobachtet zu werden. Stur lief sie auf der Hauptstraße entlang Richtung Marktplatz, in der Hoffnung, irgendwo ein noch nicht ganz ausgeblutetes Tier zu finden.
„S…?!?“ ertönte es hinter ihr. Flinks drehte sich um. Vor ihr stand eine junge Frau, deren Gesichtszüge ihr seltsam vertraut waren. Sie trug ein etwas zerrissenes Kleid und sah sie an, einerseits überrascht, andererseits aber auch misstrauisch. War sie es wirklich? „S…“ fing sie wieder an, doch Flinks schnitt ihr das Wort ab.„Halt den Rand, verflucht!“ War diese Frau wirklich „Rei? Rei-Alita, bist du es wirklich?“ Sie nickte. „Was machst du denn hier? Nach dem, was ich über den Überfall auf dein Dorf gehört hatte, dachte ich, di seiest tot! Ihr wurdet doch von Werwölfen überrannt…wie bist du lebend davon gekommen? Warum hast du dich all die langen Jahre nicht bei mir blicken lassen, S…?“ Wieder schnitt Flinks Rei-Alita das Wort ab. „Flinks…Ich heiße Flinks.“ Sie senkte die Stimme. „Es muss nicht jeder wissen, wo ich herkomme.“ Rei-Alita verstand den warnenden Blick, den Flinks ihr zuwarf, und nickte. Zielstrebig ging sie auf ein kleines Haus zu, Flinks folgte ihr.
Das Haus war nicht sehr groß, aber dennoch gemütlich. Es bestand aus zwei Zimmern. Das eine schien sowohl Küche als auch Wohnstube zu sein, während das andere die Schlafkammer war. „Schön ist es hier. Lebst du alleine?“ Flinks sah sich um. „Ja! Ich sehe es nicht ein, mich fest an einen Mann zu binden. Die taugen doch sowieso zu nichts – außer zum Kinder machen. Und am aller wenigsten will ich so ´ne nervige Mistpocke am Bein kleben haben.“ „Freundlich wie eh und je…“ Flinks grinste. Rei-Alita erwiderte es kurz, wurde dann aber wieder ernst. „Wo warst du all die Jahre? Hast du schon mal daran gedacht, dass ich mir vielleicht Sorgen machen könnte? Und noch was…wieso nennst du dich jetzt Flinks und nicht mehr S…“ Als sie Flinks´ tödlichen Blick sah, brach Rei-Alita ab und wies auf einen Strohsack. Schweigend setzte Flinks sich hin und atmete ein paar Mal tief durch. Dann legte sie den kopf schief, um ihrer Freundin ihren Hals zu zeigen. Rei-Alita stockte der Atem, als sie die beiden kleinen, runden Bissspuren entdeckte. Ungläubig starrte sie Flinks an. „Das ist nicht wahr, oder? Das ist alles nur ein böser, böser Scherz!“ „Wenn’s einer wäre, würde ich lachen. Nein, Rei, es mag zwar grausam sein, aber es ist die Wahrheit. Ein Vampir hat mich damals vor den Werwölfen gerettet...mehr oder weniger. Nachdem er mich gebissen hatte ließ er mich allein im Wald zurück. Einzig allein seinen Mantel durfte ich behalten.“ Flinks wies auf den schäbigen, alten Mantel, den sie trug. Er war viel zu groß für sie und schliff fast einen Meter über dem Boden und war deshalb sehr abgelaufen. Trotz allem gab er Flinks ein Gefühl der Geborgenheit und der Sicherheit, erinnerte sie stets an ihre zweite Chance. „Das einzige, das ich noch dunkle in Erinnerung habe, ist sein Abschied. Er sagte zu mir: ’Pass gut auf dich auf, meine kleine Flinks!’ Danach verschwand er in der Finsternis des Waldes. Durch ihn konnte ich entkommen und habe überlebt.“ Traurig blickte Flinks in das kleine Feuer, das fröhlich in seinem Kamin vor sich hin knisterte. Wo war ihr Retter nur? Wieso hatte er sie im Stich gelassen? Schlagartig spürte Flinks, wie sich etwas in ihr rührte. Es war nicht besonders stark, aber dennoch da. ´Oh nein!’ dachte sie. ´Nicht schon wieder!’ Flinks erhob sich unter den fragenden Blicken Rei-Alitas. „Es ist spät. Ich muss gehen.“ „Bleib doch über Nacht hier. Ich habe kein Problem damit, mein Bett mit dir zu teilen. Ich meine, du bist ha nicht giftig, oder?“ „Rei!“ Flinks´ Stimme nahm einen drohenden, aber zugleich auf warnenden Unterton an. Das Etwas in ihr gewann immer mehr an Kraft.
Flinks war in der Tat ein Vampir. Doch sie versuchte ihn in den hintersten Winkle ihres Daseins zu verbannen. Meistens gelang ihr dies auch, doch manchmal war der Vampir eben doch stärker als sie selbst und Gewann den inneren Zweikampf, der in Flinks´ Körper tobte. Sie spürte auch jetzt wieder, wie der Blutdurst sie zu überrennen drohte. „Rei, es tut mir wirklich entsetzlich Leid, aber ich muss jett wirklich gehen!“ „Warum? Ist es, weil du ein Vampir bist und mich beißen könntest? Ist das der Grund? Hey, ich bin deine Freundin und weil du auch meine Freundin bist, ist es mir egal, ob du mich beißt.“ „Ab…“ „Nicht aber! Wir sind doch Freundinnen, oder?“ Flinks, die durch Rei-Alitas Unterbrechung stiller geworden war, nickte. „Na Also!“ Rei-Alita machte einen zufriedenen Gesichtsausdruck. „Worauf wartest du eigentlich noch? Komm her und beiß mich gefälligst!“ weil Protestieren nichts brachte, erhob sich Flinks von ihrem Platz und ging auf Rei-Alita zu…
†
Die Gerüchteküche brodelte wie kochendes Wasser. Im Dunklen Wald sollten Dämonen hausen, die schrecklicher als Werwölfe und gefährlicher als Vampire sein sollten. Sie griffen immer in der Nacht an, kamen urplötzlich und geräuschlos aus dem Schatten hervorgekrochen und schlugen zu. Die Werwölfe nannten sie die „Dämonen der Nacht“. Bekannt war einzig allein dass es sich scheinbar um zwei weibliche Gestalten handeln sollte, die harmloser aussahen als sie es waren.
Flinks rollte die Augen gen Himmel, als Rei-Alita ihr berichtete, was im Dorf getratscht wurde. Es war doch nicht zu fassen! Diese dummen Menschen glaubten doch wirklich alles.
Flinks und Rei-Alita waren beide nicht stolz darauf, vom Fluch der Vampire getroffen worden zu sein. Aber sie nutzten ihn zu ihrem Vorteil aus, gingen auf Raubzüge und bauten sich eine Existenz in der Abgeschiedenheit auf. Sie fanden auf dem kleinen, heruntergekommenen Friedhof mitten im Wald eine Bleibe. Die alte Leichenhalle ließ sich prima bewohnen. Da Flinks über den Friedhof gekommen war, kante sie ihn schon ein wenig und fand, dass dies der perfekte Ort für einen angehenden Clan sei. Ob es nur aus Jux war oder um neugierige Besucher abzuschrecken weiß keiner so genau, aber an den Resten der einstigen Friedhofsmauer hing ein Schild:
††Dämonen der Nacht ††
Clanoberhaupt und Gründerin Flinks
Rechte Hand Rei-Alita
†
Es war an einem Freitag den Dreizehnten, als der Blutmond rot über dem kleinen Waldfriedhof leuchtete, als die „Dämonen der Nach“ geboren wurden. Flinks und Rei-Alita legten fest, die Werwölfe auf ewig zu jagen, um sie für das zu bestrafen, was sie der Menschheit und dem Volk der Vampire seit jeher angetan hatten.
Im Laufe der nächsten dreihundert Jahren stießen weitere Vampire dazu und somit wurde die Bezeichnung „Clan“ allmählich zutreffender. Aus der alten Leichenhalle wurde ein riesiges Domizil, wobei der Friedhof aber unberührt blieb.
†
Es war eine der dunkelsten Nächte seit Langem. Der Winter war dieses Jahr sehr heftig gewesen; selbst auf die vielbefahrenen Straßen der Großstädte hatte sich eine dünne Schneedecke gelegt.
Ein junger Mann war im Wald unterwegs, in der Hoffnung, das zu finden, wonach er suchte. Der Legende nach hauste ein Clan von schrecklichen Wesen im Dunklen Wald. Ein Clan bestehend aus seinesgleichen…
Flinks stand draußen und ließ sich den kühlen Nachtwind durch die Haare wehen. Sie wusste nicht, ob es nur eine Sinnestäuschung war, aber irgendetwas war anders…etwas stimmte nicht. Von einer Sekunde zur anderen löste sich etwas aus dem Schatten der gossen Bäume, die den Friedhof einschlossen wie ein Zaun. Es war ein junger Mann. Flinks spürte keine menschliche Aura von ihm ausgehen, sondern…ja, was für eine Aura war das? Sie spürte nichts. Das konnte nur eines bedeuten: „Vampir“ flüsterte sie leise vor sich hin. Eigentlich sollte es in dieser Gegend doch gar keine Vampire mehr geben.
Der junge Mann deutete eine Verbeugung an. Er hatte ein Lächeln auf den Lippen, das eindeutig zeigte, dass er das, wonach er suchte, gefunden hatte. Die junge Frau, die dort am Eingang des riesigen Gebäudes stand, schien zu bemerken, dass er von ihrem Volk stammte, denn sie trat zwar vorsichtig näher, war aber immer noch misstrauisch. „Wer seid ihr? Was sucht ihr hier, Fremder?“ Sie sprach, als ob sie aus dem 18. Jahrhundertstammen würde. „Unter den Menschen habe ich sehr viele Namen…ich selbst nenne mich einfach nur da Chef.“ Die junge Frau zog eine Augenbraue hoch. „Da Chef?...seltsamer Name…was sucht ihr hier?“
„Ich bin her, um herauszufinden wie viel Wahrheit in den jahrhundertealten Legenden steckt, die hier in der Gegend erzählt werden.“
„Habt ihr eure Wahrheit gefunden, so dass ihr verschwinden könnt, da Chef?“ fragte die junge Frau schnippisch. Da Chef musterte sie unauffällig. Sie war nicht sehr groß, aber auch nicht sehr klein, hatte eine zierliche Figur. Doch trotz dieses engelhaften Auftretens schien sie alles andere als das zu sein. Dass sie auch ein Vampir war, das war da Chef von Anfang a klar gewesen. In ihrem Blick lag etwas Bedrohliches, etwas Gefährliches. Er durfte sie nicht unterschätzen.
Nach langem Schweigen antwortete er ihr schließlich: „Ja und Nein. Ich bin froh, endlich andere meiner Art gefunden zu haben. Dennoch...auf dem Weg durch euer Revier fühlte ich mich, als ob ich ein paar Jahrhunderte zurückversetzt worden war. Warum lebt ihr so weit abgeschieden von jeglicher Zivilisation? Und aus welchem Grund verzichtet ihr auf all die Erkenntnisse der Gegenwart?“
†
Flinks sah ihn lange an, den Mann der diesen seltsamen Namen trug: da Chef. Inzwischen wusste er, dass sie ein Vampir war, er selbst war ja auch einer. Nach langem Überlegen bat sie ihn hinein. Sie wollte nicht die ganze Zeit dort draußen vor der Leichenhalle im Kalten stehen. Zögernd folgte er ihr. Anscheinend war ihm das große Gebäude etwas unheimlich.
Das Domizil des Clans war ein einziger Gegensatz. Zuerst einmal war es eine ursprüngliche Leichenhalle. Aber wieso warn an den Wänden moderne Lampen angebracht, wo doch schwarze und rote Kerzen die einzige Lichtquelle weit und breit waren. Ob es eine Heizung gab? Oder heizten die Vampire nur mit Kaminöfen…oder etwa gar nicht?
Flinks führte ihn in einen großen Raum. Auch er war sehr widersprüchlich ausgestattet. Alte, schon fast antik Möbelstücke lösten sich mit eueren Modellen ab. War dieses Sofa nicht erst im letzen Katalog des Möbelhauses abgebildet gewesen? Da Chef setze sich auf Flinks’ Anweisung hin auf das neuartige Sofa. Die Vampiresse setze sich ihm gegenüber. „Ihr fragtet mich, warum wir hier leben. Noch immer werden wir Vampire geächtet. Die Menschen akzeptieren unsere Existenz einfach nicht. Deshalb leben wir immer noch hier. Auf diesen ganzen gegenwärtigen Kram verzichten wir, weil wir es gerne traditionell haben.“
†
Da Chef blieb ein paar Tage bei den „Dämonen der Nacht“ und beobachtete ihren Tagesablauf. Sie gingen jagen, kümmerten sich um Haus und Hof oder bekämpften Werwölfe.
Eines Abends bekam er Besuch von Flinks. Sie machte eine ernste Mine. Auf seien Frage, was denn los sei, antwortet sie: „Wir haben uns entschieden, da Chef. Wenn es euch beliebt, dann seid ihr in unserem bescheidenen Clan aufgenommen.“
†
Aufgrund seiner Kenntnisse wurde da Chef, der Neuzeitvampir, von einem Clananwärter zur Rechten Hand Flinks’. Da sie Linkshänderin war, wurde Rei-Alitas Rang zur Linken Hand umbenannt. Sie und da Chef hatten den gleichen Rang.
Und so begann die Neuzeit für die „Dämonen der Nacht“. Der erbitterte Kampf gegen die Werwölfe ging in eine neue Runde…in einem neuen Zeitalter…dem Zeitalter der Technik…
†
Unter dem Text steht eine kleine Anekdote. Sie ist in sehr alten Buchstaben, genau wie die Geschichte, verfasst und mit einer dunkelroten Flüssigkeit geschrieben. Ich würde sie euch gerne vorlesen.
„Wir sind nicht stolz darauf, Vampire zu sein; aber wir benutzen unseren Fluch zu unserem Vorteil…gezeichnet Flinks, Clanoberhaupt und Gründerin der „Dämonen der Nacht“
Das hier ist die geschichte zu einem Chara,den ich mal für eine Geshcichte erfunden habe.
Hass
Der Regen prasselte auf den kleinen Friedhof nieder. Die ursprünglich grauen Grabsteine waren pechschwarz wegen der Nässe. Es war ein sehr kleiner Friedhof, der zu einer Kapelle gehörte, die etwas abseits im Wald auf einer leichten Anhöhe stand. Sie bestand aus grauen Steinen und hatte einen Turm. Nonnen vom nahe gelegenen Kloster kamen oft hier her um zu beten oder sich um die Gräber zu kümmern, die von niemandem besucht wurden.
Vor einem Grabstein stand ein großer, breitschultriger Mann. Sein Umhang war völlig durchnässt. Eine Hand auf dem kalten, feuchten Stein liegend studierte er die Inschrift. Was er dort las, trieb ihm die Tränen in die Augen. Ein paar Meter vor ihm unter der Erde lag seine Frau, die er über alles geliebt hatte. Und bei ihr lag sein geliebter Sohn. Beide waren bei einem Überfall auf das Dorf ums Leben gekommen. Die Nonnen hatten sie hier auf dem Friedhof beerdigt, das der Ehemann und Vater auf einem mehrmonatigen Kriegszug gewesen war.
Er hatte diese Frau geliebt, ihr sein Herz geschenkt, sie sogar im zarten Alter von 16 Jahren geheiratet. Sie hatten einen Sohn und eine Tochter zusammen gezeugt. Das Mädchen war drei Jahre alt gewesen als es spurlos verschwand nach dem Überfall. An seinem sechsten Hochzeitstag nun musste er erfahren, dass seine geheiligte Familie zerstört worden war. Die Tochter verschwunden, Frau und Sohn ermordet…so stand er nun da, ließ seinen tränen freien Lauf. Er brach auf dem Grab zusammen, doch die Nonnen ließen ihn dort liegen. Sie fühlten mit ihm. Es war ein schwerer Schlag für ihn. Nach sechs Jahren Ehe alles zu verlieren. Dabei hatte er sich so auf sein Zuhause gefreut.
Der Rachedurst stieg in ihm hoch. Er wollte, dass die Mörder seiner Frau und seines Sohnes dafür büßten. Entschlossen stand er auf, verabschiedete sich von Frau und Kind und ging los.
Im Laufe der Zeit aber wurde das Gelüst der Rache z etwas anderem…zu Hass. Er hasste alles, das Leben, die Liebe, den Tod. Nichts gab es mehr, das sein verbittertes und verletztes Herz auch ur ansatzweise hätte heilen können. Der Hass hatte einen Körper gefunden…
Cruel_Fairytale Gast
Der Versuch,eine Begegnung mit dem Tod zu verarbeiten...
Death's coming....
„Bleib mal kurz bei ihm,damit er nicht alleine ist,bis die Schwester wieder kommt“ heißt es zu mir.Ich nicke.“Er macht schon nichts“ Wieder nicke ich...
Ich gehe ins Bad.Da sitzt er in seinem Rollstuhl vor dem Waschbecken,sein Pferdebuch auf dem Schoß und starrt mich an.Ich lächle und sage „Hallo“ - keine Reaktion,nur Gestarre.vorsichtig und mit zittrigen Händne legt er das Buch aufs Waschbecken.Ich halte es,damit es nicht runterfällt.Er hat die Zunge zwischen die Zähne geschoben...sabbert ein wenig.Klar...er hatte einen Schlaganfall...ist nicht mehr ganz klar im Kopf.Die Schwester kommt,werkelt mit seinem elektrischen Rasierapparat rum.Er konnte sich selbst nicht richtig rasieren,deshalb sollten wir es nochmal machen....Er wirf gelblich-weiß im Gesicht,kippt im Rollstuhl zur Seite.“Ruf mal die Steffi.Sie soll kommen und mir helfen,ihn ins Bett zu legen.Es hat keinen Wert,ihm geht’s nicht gut.“ Schwester Ruth legt den Rasierapparat weg,schiebt ihn raus.Ich gehe auf dne Flur und rufe nach Steffi.Sie kommt und kirz darauf heißt es zu mir,ich soll den Oberarzt rufen...er kollabiert.Ich tue es und dann geht alles ganz schnell.Hektisch rennen die Schwestern in das Zimmer,wo die ganzen Medikamente und so sind,kommen mit Beatmungsgeräten wieder.Die Leute von der Intensivstation sind auch da...Reanimationsversuch,er wird runter auf die Intensivstation I8 gebracht...Ich stehe im Flur,mir zittern die Knie,kann es gar nicht wirklich realisieren,was da gerade um mich herum geschieht.Ich werde gefragt,was passiert sei...ich erzähle es...wahrscheinlich bin ich kalkweiß im Gesicht...ich weiß es nicht.Da sehe ich die Stationshilfe,gehe zu ihr und helfe ihr die Betten zu machen und die Pflegeschränke neu aufzufüllen...ich brauche Ablenkung...Dann kommt der Anruf von der I8...er ist gestorben...Ich kapiere es gar nicht richtig...gehe mit Schwetser Ruth,damit sie mir alles zeigt und ich ihr bei der Arbeit zusehen kann.Irgendwann gehen wir runter auf die I8 um unser Beatmungsgerät wieder zu holen...sie öffnen eine Tür und da liegt er....friedlich schlafend zwar,aber an Geräte angeschlossen...
Es geht mir den ganzen Tag über nicht aus dem Kopf,wie er da lag...klar...in einem Krankenhaus ist es normal...in der Neurologie sowieso...aber trotzdem....die Erkenntnis,das Wissen,wie schnell der Tod kommt...es lässt mich nicht los....
Ich habe immer noch ganz zittrige Knie,habe mit diesem Text versucht,es mir von der Seele zu schreiben...hat aber nicht wirklich funktioniert,mir nochmal alle Bilder durch den Kopf gehen zu lassen.Mir kommt es wieder in den Sinn,was die Schwestern am ersten Tag meines Praktikums zu mir gesagt haben: „Weißt du jetzt wo die Apotheke ist? Genau gegenüber ist die Leichenhalle.Also wenn dir da unten einer begegnet,weißt du,wo er herkommt“
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