weil ich grad so gut drauf bin, gibts nochmal was ^^
Kapitel 12
"Und wann?" Ich bin es leid, immer wieder vertröstet zu werden. "Gedulde dich noch ein wenig, Chérie."
Ich will mich nicht mehr gedulden. Und doch werde ich es tun müssen, wenigstens so lange, bis wir wieder von der Reise zurück sind. Mir graustes davor. Angst vor der riesengroßen Ansammlung an Vampiren habe ich nicht, sondern eher davor, was Cian vor hat. Heiraten. Ein kalter Schauer läuft mir bei dem Gedanken daran den Rücken herunter.
Während Cian sich um die Reisevorbereitungen kümmert, verkrieche ich mich in die Bibliothek. Dort habe ich meine Ruhe. Die meisten Sklaven konnten weder lesen noch schreiben, doch Farú sorgte dafür, dass ich es lernte. Der Grund dafür war mir schon immer schleierhaft gewesen.
Die Bibliothek in Cians Schloss ist zweistöckig, hat riesige, dunkle Regale aus robustem Holz. Erhellt wird der Raum von bodenlangen Fenstern, die den Blick auf den Schlosspark freigeben. Davor stehen zwei bequem aussehende Sessel und ein kleiner, runder Tisch. Auch wenn alles schon sehr alt zu sein scheint, ist es dennoch wunderschön. Es duftet nach alten Büchern. Ich liebe diesen Geruch.
Vorsichtig streiche ich mit der Hand über das abgewetzte, einst wohl rot gewesene Samt der Sessel und schaue aus dem Fenster. Wundervoll, wie der Schnee im Sonnenlocht glitzert. Alles sieht so friedlich und ruhig aus. Hier lässt es sich tatsächlich leben. Der Gedanke an die Hochzeit erschreckt mich nicht mehr so arg wie am Anfang. Langsam kann ich mich sogardamit anfreunden. Achselzuckend wende ich dem winterlichen Bild den Rücken zu und gehe zu den Regalen. Vielleicht finde ich ja etwas, was mir bei meiner Suche nach den Antworten helfen könnte. Nur wird es wohl eine Weile dauern, bis ich etwas brauchbares gefunden habe bei der Anzahl von Büchern.
"Wo ist sie denn jetzt schon wieder?" Genervt sah Cian sich um. Aíslinn machte ihn so langsam wahnsinnig. Dauernd verkroch sie sich irgendwo, um ja nicht in seiner Nähe sein zu müssen. So unausstehlich war er doch gar nicht. Oder doch?
Fluchend machte er sich auf die Suche nach seiner Verlobten. Irgendwo musste sie ja sein, weil in Luft auflösen konnte sie sich nicht. Das hatte er bereits herausgefunden, doch was ihre anderen Fähigkeiten anging...Man nannte sie 'Schwarzes Feuer', also konnte sie wohl das schwarze Feuer beschwören. Dies war eine sehr gefährliche Fähigkeit, da es fast keine Gegenzauber gab. Besaß Aíslinn diese Macht, musste er sehr vorsichtig sein, sonst würde es sehr schlecht um ihn stehen, wenn sie sich wirklich einmal vergessen sollte. Er würde ihr beibringen müssen, wie sie ihre Kräfte kontrollieren konnte.
Die Sache mit den Visionen musste sie auch unter Kontrolle bringen. Zwar hatte sie seit der Vision vom Tod ihrer Freundin keine einzige mehr gehabt, doch er hatte Angst. Er hatte ihren Körper gesehen, hatte gesehen, wie sie tagelang gelirtten hatte. Und er wollte es nicht noch einmal miterleben müssen.
"Mein Herr, ich habe sie gefunden." Mairi riss ihn aus seinen Gedanken. Verständnislos starrte er Aíslinns Leibmagd an. "Ich habe eure Verlobte gefunden", wiederholte sie geduldig. Mairi verkniff sich ein Lachen, als Cian losspurtete. Es war einfach zu süß mitanzusehen, wie der mächtige Vampirfürst der ehemaligen Sklavin verliebte Blicke hinterherwarf. Erstaunlich was Liebe alles bewirken kann, dachte Mairi und machte sich wieder an die Arbeit, Kleider für ihre Herrin einzupacken.
Regungslos blieb Cian im Türrahmen stehen und lehnte sich an dem massiven Holz an. Aíslinn saß in einem der großen Sessel, ein dickes Buch auf dem Schoß und laß darin. Es war ein wunderschöner Anblick. Langsam und lautlos kam er näher, stellte sich direkt hinter sie und legte ihr eine Hand in den Nacken. Zärtlich kraulte Cian seine Verlobte. Aìslinn sprang erschreckt auf und ließ das Buch fallen. Da es mit Vorderseite und Rücken auf dem Boden landete, konnte Cian den Titel nicht lesen. "Was für eine LIebesgeschichte hat dich denn so gefangen?" Aíslinn zog eine Augenbraue hoch. "Liebesgeschichte? Ich lese keine Liebesgeschichten. Ich hatte die Hoffnung, das Buch könnte mir die Antworten geben, die ich suche." Schnell wie der Blitz sprang Cian über den Sessel und hob das Buch auf. Geschichte der Dunkelelfen. Er hätte es wissen müssen, das Aíslinn eines Tages das Buch hier finden würde. Er ließ es wieder an seinen Platz schweben, bevor er sich wütend ihr zuwandte. "Ich hatte dir gesagt, dass du deine Antworten bekommen wirst, sobald die Zeit dafür reif ist. Ich erwarte von dir, dass du das respektierst und nicht noch einmal auf eigene Faust recherchierst. Hast du mich verstanden?"
Denkt er wirklich, ich lasse mir von ihm befehlen, wann und wie ich nach meiner Herkunft suche? "Du hörst mir jetzt mal gut zu, Vampir. Ich habe es satt, ständig irgendwelchen Befehlen von irgendwelchen größenwahnsinnigen Idioten entgegenzu nehmen und befolgen zu müssen. Ich bin keine Sklavin mehr, wie du selbst gesagt hast. Ich habe ein Recht darauf, zu erfahren wer ich wirklich bin, wo ich herkomme. Ich erpresse andere Leute wirklich sehr ungern, doch jetzt muss es sein. Entweder, du gibst mir endlich meine Antworten, oder du kannst dir eine neue Verlobte samt Erben suchen." Kaum habe ich die Drohung ausgesprochen, wird Cian noch blasser als er sowieso schon ist. Es ist gemein und nicht gerecht, dass ich das Leben eines Kindes aufs Spiel setzte, nur um zu bekommen, was ich will. Aber es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ich mich von so etwas befreie. Doch schon allein der Gedanke daran, Cians KInd und Erben zu töten, gibt mir einen Stich ins Herz. Warum? Weil ich weiß, dass das Kind es hier besser hätte als bei Farú? Will ich es im Grunde deshalb behalten, weil es hier eine Chance auf ein schönes Leben hat?
Cian gibt ein Fauchen von sich. Er packt mich an beiden Armen, zieht mich an sich ran und küsst mich hart. Seine Wut sprüht förmlich aus seinen Augen heraus. Ich verstehe ihn, komischerweise. Doch es muss sein, sonst werde ich das Rätsel um meine Herkunft nie lösen können. Cian löst den Kuss, gibt mich aber nicht frei. "Du hast gewonnen, ich werde dir deine Antworten geben, sobald wir wieder hir sind. Während der Versammlung werde ich kaum Zeit dazu haben. Einverstanden?" Ich überlege kurz, bevor ich nickte. Er verspricht es mir. Und ich hoffe, dass er das Versprechen auch halten wird.
Uhhh...hier fehlt ja das neueste Pitl...*holen geh*
Kapitel 13
"Und wann?" Ich bin es leid, immer wieder vertröstet zu werden. "Gedulde dich noch ein wenig, Chérie."
Ich will mich nicht mehr gedulden. Und doch werde ich es tun müssen, wenigstens so lange, bis wir wieder von der Reise zurück sind. Mir graustes davor. Angst vor der riesengroßen Ansammlung an Vampiren habe ich nicht, sondern eher davor, was Cian vor hat. Heiraten. Ein kalter Schauer läuft mir bei dem Gedanken daran den Rücken herunter.
Während Cian sich um die Reisevorbereitungen kümmert, verkrieche ich mich in die Bibliothek. Dort habe ich meine Ruhe. Die meisten Sklaven konnten weder lesen noch schreiben, doch Farú sorgte dafür, dass ich es lernte. Der Grund dafür war mir schon immer schleierhaft gewesen.
Die Bibliothek in Cians Schloss ist zweistöckig, hat riesige, dunkle Regale aus robustem Holz. Erhellt wird der Raum von bodenlangen Fenstern, die den Blick auf den Schlosspark freigeben. Davor stehen zwei bequem aussehende Sessel und ein kleiner, runder Tisch. Auch wenn alles schon sehr alt zu sein scheint, ist es dennoch wunderschön. Es duftet nach alten Büchern. Ich liebe diesen Geruch.
Vorsichtig streiche ich mit der Hand über das abgewetzte, einst wohl rot gewesene Samt der Sessel und schaue aus dem Fenster. Wundervoll, wie der Schnee im Sonnenlocht glitzert. Alles sieht so friedlich und ruhig aus. Hier lässt es sich tatsächlich leben. Der Gedanke an die Hochzeit erschreckt mich nicht mehr so arg wie am Anfang. Langsam kann ich mich sogardamit anfreunden. Achselzuckend wende ich dem winterlichen Bild den Rücken zu und gehe zu den Regalen. Vielleicht finde ich ja etwas, was mir bei meiner Suche nach den Antworten helfen könnte. Nur wird es wohl eine Weile dauern, bis ich etwas brauchbares gefunden habe bei der Anzahl von Büchern.
"Wo ist sie denn jetzt schon wieder?" Genervt sah Cian sich um. Aíslinn machte ihn so langsam wahnsinnig. Dauernd verkroch sie sich irgendwo, um ja nicht in seiner Nähe sein zu müssen. So unausstehlich war er doch gar nicht. Oder doch?
Fluchend machte er sich auf die Suche nach seiner Verlobten. Irgendwo musste sie ja sein, weil in Luft auflösen konnte sie sich nicht. Das hatte er bereits herausgefunden, doch was ihre anderen Fähigkeiten anging...Man nannte sie 'Schwarzes Feuer', also konnte sie wohl das schwarze Feuer beschwören. Dies war eine sehr gefährliche Fähigkeit, da es fast keine Gegenzauber gab. Besaß Aíslinn diese Macht, musste er sehr vorsichtig sein, sonst würde es sehr schlecht um ihn stehen, wenn sie sich wirklich einmal vergessen sollte. Er würde ihr beibringen müssen, wie sie ihre Kräfte kontrollieren konnte.
Die Sache mit den Visionen musste sie auch unter Kontrolle bringen. Zwar hatte sie seit der Vision vom Tod ihrer Freundin keine einzige mehr gehabt, doch er hatte Angst. Er hatte ihren Körper gesehen, hatte gesehen, wie sie tagelang gelirtten hatte. Und er wollte es nicht noch einmal miterleben müssen.
"Mein Herr, ich habe sie gefunden." Mairi riss ihn aus seinen Gedanken. Verständnislos starrte er Aíslinns Leibmagd an. "Ich habe eure Verlobte gefunden", wiederholte sie geduldig. Mairi verkniff sich ein Lachen, als Cian losspurtete. Es war einfach zu süß mitanzusehen, wie der mächtige Vampirfürst der ehemaligen Sklavin verliebte Blicke hinterherwarf. Erstaunlich was Liebe alles bewirken kann, dachte Mairi und machte sich wieder an die Arbeit, Kleider für ihre Herrin einzupacken.
Regungslos blieb Cian im Türrahmen stehen und lehnte sich an dem massiven Holz an. Aíslinn saß in einem der großen Sessel, ein dickes Buch auf dem Schoß und laß darin. Es war ein wunderschöner Anblick. Langsam und lautlos kam er näher, stellte sich direkt hinter sie und legte ihr eine Hand in den Nacken. Zärtlich kraulte Cian seine Verlobte. Aìslinn sprang erschreckt auf und ließ das Buch fallen. Da es mit Vorderseite und Rücken auf dem Boden landete, konnte Cian den Titel nicht lesen. "Was für eine LIebesgeschichte hat dich denn so gefangen?" Aíslinn zog eine Augenbraue hoch. "Liebesgeschichte? Ich lese keine Liebesgeschichten. Ich hatte die Hoffnung, das Buch könnte mir die Antworten geben, die ich suche." Schnell wie der Blitz sprang Cian über den Sessel und hob das Buch auf. Geschichte der Dunkelelfen. Er hätte es wissen müssen, das Aíslinn eines Tages das Buch hier finden würde. Er ließ es wieder an seinen Platz schweben, bevor er sich wütend ihr zuwandte. "Ich hatte dir gesagt, dass du deine Antworten bekommen wirst, sobald die Zeit dafür reif ist. Ich erwarte von dir, dass du das respektierst und nicht noch einmal auf eigene Faust recherchierst. Hast du mich verstanden?"
Denkt er wirklich, ich lasse mir von ihm befehlen, wann und wie ich nach meiner Herkunft suche? "Du hörst mir jetzt mal gut zu, Vampir. Ich habe es satt, ständig irgendwelchen Befehlen von irgendwelchen größenwahnsinnigen Idioten entgegenzu nehmen und befolgen zu müssen. Ich bin keine Sklavin mehr, wie du selbst gesagt hast. Ich habe ein Recht darauf, zu erfahren wer ich wirklich bin, wo ich herkomme. Ich erpresse andere Leute wirklich sehr ungern, doch jetzt muss es sein. Entweder, du gibst mir endlich meine Antworten, oder du kannst dir eine neue Verlobte samt Erben suchen." Kaum habe ich die Drohung ausgesprochen, wird Cian noch blasser als er sowieso schon ist. Es ist gemein und nicht gerecht, dass ich das Leben eines Kindes aufs Spiel setzte, nur um zu bekommen, was ich will. Aber es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass ich mich von so etwas befreie. Doch schon allein der Gedanke daran, Cians KInd und Erben zu töten, gibt mir einen Stich ins Herz. Warum? Weil ich weiß, dass das Kind es hier besser hätte als bei Farú? Will ich es im Grunde deshalb behalten, weil es hier eine Chance auf ein schönes Leben hat?
Cian gibt ein Fauchen von sich. Er packt mich an beiden Armen, zieht mich an sich ran und küsst mich hart. Seine Wut sprüht förmlich aus seinen Augen heraus. Ich verstehe ihn, komischerweise. Doch es muss sein, sonst werde ich das Rätsel um meine Herkunft nie lösen können. Cian löst den Kuss, gibt mich aber nicht frei. "Du hast gewonnen, ich werde dir deine Antworten geben, sobald wir wieder hir sind. Während der Versammlung werde ich kaum Zeit dazu haben. Einverstanden?" Ich überlege kurz, bevor ich nickte. Er verspricht es mir. Und ich hoffe, dass er das Versprechen auch halten wird.
________________________________________________________________________
Kapitel 14 folgt auch demnächst...dann ist die Story hier auch wieder auf dem neuesten Stand
Kapitel 14
Vorsichtig hebe ich sie hoch, lasse mich auf dem Bett nieder und setzte die kleine Raubkatze auf meinen Schoß. Sie zappelt zwar und versucht sich zu wehren, ich halte sie jedoch fest und verarzte sie. Danach kann ich nicht anders: ich muss die Kleine einfach knuddeln. Sie scheint es jedoch nicht sonderlich zu mögen. Mit ihren kleinen Pfötchen stemmt sie sich gegen meine Arme. Ich lasse sie schließlich los und setze sie auf den Boden ab. Schon rennt sie unter den Stuhl, der an der Wand steht und schaut mich aus ihren blauen Augen an. Ich habe sie wohl erschreckt. Langsam und vorsichtig stehe ich auf, gehe zu dem Stuhl und setze mich davor. Sie beobachtet jede meiner Bewegungen genau. Ich muss mir ein Lächeln verkneifen. Es ist ja schon putzig, wie sie versucht, böse auszusehen. Als ich ihr meine Hand hinstrecke, schlägt sie mit der Pfote dagegen. Da sie die Krallen ausgefahren hat, sieht man rote Striemen auf meinem Handrücken, aber es stört mich nicht. Ich überlege, wie ich sie nennen könnte. „Hmm...wie wäre es mit...Laetitia?“ Drei weitere Striemen auf dem Handrücken sind die Antwort. Diesmal muss ich lächeln. Ich habe sie jetzt schon ins Herz geschlossen. Ein Weilchen spiele ich noch mit ihr, bevor ich sie auf meine Arme nehme und mit ihr hinaus gehe. So langsam habe ich Hunger – und Laetitia bestimmt auch – und mache mich auf die Suche nach etwas Essbarem.
Während ich durch das Schloss gehe, begegnen mir wieder einige Vampire, die mich ansehen, als wäre ich Frischfleisch (was ich für sie im Grunde genommen ja auch bin). Meine Finger vergraben sich tiefer in Laetitias Fell. Ich traue ihnen nicht. Cian sagte zwar, dass ich keine Angst zu haben brauche, doch...es sind schließlich Blutsauger. Laetitia scheint meine Angst zu spüren, denn sie hört mit den Gezappel auf und kuschelt sich an mich. Ihr sind die bleichen Wesen wohl auch nicht geheuer. Auf dem Weg zur Küche kommen mir auch einige Ratsmitglieder entgegen. Ihre Blicke sind kalt und feindselig. Was hat Cian ihnen erzählt, dass sie mich so böse anschauen? Oder sehen sie in mir den Grund für Farús Angriffe? Vor lauter Nachdenken stoße ich fast mit Paladin, Cians Freund, zusammen. „Hoppla“, lacht er und hält mich fest, bevor ich hinfallen kann. Vor lauter Schreck hätte ich Laetitia fast fallen gelassen. „Alles in Ordnung?“ fragend sieht der Vampir mich an. „Ja, Mylord, mir fehlt nichts. Ich wollte nur in die Küche.“ Gerade noch kann ich es mir verkneifen, einen Knicks vor ihm zu machen. Neugierig mustert er Laetitia, doch bevor er eine Frage stellen kann, gehe ich weiter zur Küche. Hoffentlich haben sie irgendein süßes Gebäck oder eine Fruchtcréme da.
Kopfschüttelnd sah Paladin der jungen Dunkelelfe nach. Die Schwangerschaft scheint sie ein wenig zu verwirren. Oder hatte sie etwa immer noch Angst vor allem und jedem? Der Vampir drehte sich um und ging wieder in den Sitzungssaal hinein. Dort saß Cian auf seinem Platz und trank ein Glas Blutwein. Paladin setzte sich neben ihn und dachte nach. „Paladin, was grübelst du denn jetzt schon wieder?“ Cian schenkte sich nach und füllte auch Paladins Glas mit dem Gemisch aus Wein und Blut. Schweigend griff Paladin nach dem Glas und trank einen Schluck. „Ich bin gerade Aíslinn über den Weg gelaufen. Du hast mir gar nicht erzählt, dass du ihr ein Stofftier gekauft hast.“ „Stofftier? Was für ein Stofftier?“ Fragend sah Cian seinen Freund an. „Sie trug ein Fellknäuel mit sich herum. Oder sie hat ein Tierchen gefunden und einen Anfall von Mutterinstinkt bekommen und kümmert sich jetzt darum.“ Cian zuckte mit den Schultern. Das konnte durchaus möglich sein. Auch wenn es ihn ärgerte, so war es wohl doch besser, dass Aíylinn etwas hatte, das sie bemuttern konnte, so lange sie alleine war.
„Kann es sein, dass du zu wenig Zeit mit ihr verbringst?“ Paladin riss Cian aus seinen Gedanken. „Ich meine, du bist nur bei ihr, wenn du schläfst – und sie auch. Das ist nicht gerade förderlich für eure Beziehung. Vor allem, da du vorhast, sie hier vor dem Rat zu ehelichen.“ „Ich denke, Aíslinn wird einen Aufstand machen und sich weigern, mich zu heiraten“, sagte Cian nachdenklich. So viel hatte er mittlerweile begriffen: wenn Aíslinn etwas nicht wollte und sich deswegen aufregte, aktivierte sie somit ihre magischen Fähigkeiten und legte alles in Schutt und Asche, wenn sie sich nicht schnellstens wieder beruhigte. „Und glaub mir, Paladin, einen Wutanfall von ihr willst du nicht erleben. Sie hat keine Kontrolle über ihre Macht – vor allem nicht, wenn sie wütend ist. Und dann ist es gefährlich, in ihrer Nähe zu sein.“ Paladin nickte. „Ich glaube auch, dass ein Wutanfall nicht gut für das Kind ist. Lass ihr Zeit. Und warte mit der Hochzeit, bis das Kleine auf der Welt und eure Beziehung fester ist.“ „Vielleicht hast du Recht....“ Cian wollte gerade weitersprechen, doch mit einem Gong wurde der Fortgang der Sitzung angekündigt.
Zu meinem Erstaunen muss ich feststellen, dass der Koch ein Mensch ist – ein LEBENDIGER Mensch. Und er kocht vorzüglich. Anscheinend ist er genauso erleichtert wie ich, dass er nicht das einzige lebende Wesen hier ist. Und es scheint ihm Spaß zu machen, mich mit allerlei Süßgebäck vollzustopfen. Selbst Laetitia bekommt einige ab. Leider spricht er meine Sprache nicht. Doch wir verständigen uns mit Händen, Füßen und Gesten. Der Koch scheint meine Traurigkeit bemerkt zu haben, denn er macht allerlei Unfug, um mich aufzuheitern.
So findet mich Cian: lachend mitten in der Küche, Laetitia auf dem Schoß und ein Stück Apfelkuchen in der Hand, während der Koch mit Äpfeln und Orangen jongliert. Anfangs bemerke ich Cian gar nicht. Erst als er mir von hinten die Arme umlegen will und Laetitia ihre Krallen in seine weiße, kalte Hand schlägt, nehme ich ihn wahr. Cian flucht und leckt sich über die Wunde. Laetitia schaut ihn böse an, bevor sie den Kopf zu mir wendet und mich abschleckt. Wieder muss ich lachen. Die kleine ist einfach so süß!
„Das ist also das Stofftier, von dem Paladin gesprochen hat.“ Cian mustert die kleine Tigerin auf meinem Schoß. Schützend schlinge ich meine Arme fester um sie und presse sie an meine Brust. „Keine Sorge, ich werde sie dir nicht wegnehmen.“ Langsam kommt Cian näher und hält Laetitia seine Hand hin, damit sie an ihm schnuppern kann. Hochnäsig dreht sie den Kopf zur Seite. „Ich glaub, sie mag mich nicht“ Cian lächelt leicht, dann hebt er mein Kinn mit der Hand an und küsst mich. „Kommst du mit nach draußen? Ich möchte ein wenig mit dir reden.“
Juchu, da komm ich aus dem Urlaub wieder und endlich gehts nach einem halben Jahr Pause weiter.
Aber ist da nicht ne kleine Lücke zwischen Kapitel 13 und 14? Ich versteh den Sprung nicht ganz... Oder ist das mit Laetitia schon vorher erwähnt worden und ich hab das nur wieder vergessen???
_________________ Danke Mandel! <3
married with: *Ritsuka*AiYumi*Nicky*Mandel*Shanea*AngelEyes84*Yuangel*Cruel_Fairytale**wicked_girl* hab euch lieb
EDIT// AHHHHHHH....wieder alles durcheinander....*nerv*....kommt davon, wenn mans von ff.de kopiert, weil man nich maher weiß, wo das Kapitel anfängt und aufhört....ich richts noch....morgen....hab jetzt keine ZEit, sry
Nach einer (mal wieder) etwas längeren Pause geht es hier weiter. Tut mir wirklich leid, aber ich hatte das ganze Kapitel auf Papier geschrieben und das Papier war...naja...es hatte sich vor mir versteckt *hust*...
Kapitel 15
Schweigend folge ich ihm. Will er mir noch Anweisungen geben vor der Hochzeit? Während ich hinter ihm hergehe, krallen sich meine Finger in Laetitias flauschiges Fell. Wahrscheinlich will Cian mir sagen, wann die Hochzeit stattfindet und was ich zu tragen habe. Es wundert mich, dass er bisher noch nichts zu diesem Thema gesagt hat. Was mich auch wundert, ist, dass er mich in die Gärten führt. Wir gehen zu einem der vielen Teiche. Am Ufer lässt er sich ins weiche Gras sinken. Schweigend setze ich mich neben ihn und kraule meine Kleine. „Wie geht es dir, Chérie?“ Cian legt einen Arm um mich und zieht mich an sich. Laetitia faucht. „Wie sollte es mir schon gehen?“, frage ich zurück. „Ich bin schwanger, befinde mich in einem Schloss voller lebender Leichen, bin ständig allein, weil mein Zukünftiger keine Zeit für mich hat. Wie denkst du, wird es mir wohl gehen?“ Der Vampir sieht mich überrascht an. Seit meinem letzten Wutausbruch ist einige Zeit vergangen. Ich setze Laetitia auf dem Boden ab, stehe auf und stapfe wütend hin und her. Eigentlich sollte ich die Situation ausnutzen und Cian meine Meinung sagen. „Cian“, beginne ich, „ich weiß, dass du sehr beschäftigt bist, aber ich bin hier ganz alleine, habe nichts zu tun und drehe langsam durch. Meinst du nicht auch, dass es nicht schaden würde, ein wenig mehr Zeit mit deiner Verlobten und deinem ungeborenen Kind zu verbringen?“ Wieso sagt er nichts? Wieso schweigt er und schaut mich einfach nur an? Wie soll ich so meine Wut abreagieren? Den kompletten Garten in Brand stecken kann und will ich nicht. Trotzdem erscheint eine schwarze Flamme in meiner Handfläche. Ich weiß nicht warum, aber ich genieße das Gefühl von Macht, geschürt durch meine Wut.
„Aíslinn, beruhige dich. Genau deshalb wollte ich mit dir reden.“ Cian schaut mich ruhig an. Keine Spur eines Gefühls zeigt sich auf seinem weißen Gesicht. Hat er keine Angst, ich könnte wieder alles anzünden? „Setz dich...bitte“, fügt er etwas leiser hinzu. Ich gehorche und lasse mich wieder neben ihm nieder. „Ich habe nachgedacht. Du hast Recht, ich lasse dich zu viel alleine und das ist falsch. Ich versuche, so viel Zeit mit dir wie möglich zu verbringen, doch die Sitzungen nehmen fast den ganzen Tag in Anspruch. Wir versuchen einen Plan gegen Farú zu schmieden,“ erzählt er, bevor ich ihn unterbrechen kann. „Wir müssen Farú vernichten, bevor er uns vernichtet.“ Ich nicke und zeige ihm damit, dass ich nun etwas besser verstehe, warum er den lieben langen Tag in diesem muffigen Saal sitzt. Cian räuspert sich, bevor er fortfährt. „Außerdem habe ich über die Hochzeit nachgedacht.“ Jetzt werde ich hellhörig, was er zu bemerken scheint, denn er lächelt leicht. „Ich glaueb, ich habe zu überstürzt gehandelt, weil ich dich unbedingt haben wollte. Du bist kein Gegenstand, Aíslinn, sondern eine wunderschöne, begehrenswerte Frau.“ Als er das sagt, werde ich rot. Ich habe noch nie ein Kompliment bekommen. In Cians Augen sehe ich, dass er es nicht nur einfach so gesagt hat, sondern es auch so meint. „Und was willst du mit dieser Erkenntnis tun?“, frage ich. „Ich habe beschlossen, mit der Hochzeit so lange zu warten, bis das Problem mit Farú beseitigt, das Kind geboren ist und auch du bereit für diese Heirat bist.“ Ich glaube, ich habe mich verhört! Nimmt er tatsächlich den ganzen Druck von mir wegen dieser Hochzeit? Lässt er mir – und uns – wirklich mehr Zeit? „Cian...was soll das? Erst drängst du mich förmlich dazu und jetzt...“ „...jetzt habe ich mir nochmal alles durch den Kopf gehen lassen und meine Fehler gesehen. Bitte, Aíslinn, verzieh mir, dass ich dich so unter Druck gesetzt habe.“ „Unter einer Bedingung.“ „Und die wäre?“ „Ich will endlich wissen, wer und vor allem was ich bin!“ Cian seufzt, als er meine Forderung hört. Aber er nickt. „Dann gehen wir nach dem Abendessen in die Bibliothek. Dort wirst du deine Antworten bekommen.“ Er steht auf, zieht mich vorsichtig auf die Beine und umarmt mich einfach. Ich spüre seine Lippen an meinem Hals. Sein Körper zittert vor Verlangen nach meinem Blut, ich kann den Blutdurst förmlich sehen. „Beiß zu, Cian“, flüstere ich leise. Er schüttelt den Kopf. „Du brauchst deine Kräfte, Chérie, für das Kind.“ Zärtlich küsst er mich und bringt mich wieder zurück ins Schloss.
Nächstes Thema anzeigen Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen