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Cruel_Fairytale
Gast






BeitragVerfasst: 12/6/2008, 20:42  Titel:  Tränen der Verzweiflung [FSK 18] Nach untenNach oben

Hier mal was neues von mir. Je nachdem wie sie Anklang findet, poste ich die Geschichte hier weiter.


Kurzbeschreibung:Aíslinn wurde als kleines Kind als Sklavin an den Dämonenfürsten Farú verkauft. Dieser erkennt ihr magisches Potential sehr früh und "benutzt" ihre hellseherische Fähigkeiten für seine Zwecke. Doch nicht nur ihre Fähigkeiten benutzt er. Gegen ihren Willen macht er sie zu seiner Geliebten...

Tränen der Verzweiflung

Prolog
Warum hast du das getan? Diese Frage habe ich mir immer wieder gestellt. Warum hast du mir das angetan? Warum lässt du es zu, dass er mich so quält? Dass mein eigener Vater es zugelassen hat, dass dieses...dieses Monster mich so behandelt, das habe ich lange nicht verstanden, verstehe es immer noch nicht ganz. Er hat mich damals verkauft, um an Geld zu kommen. Doch wusste er um meine Fähigkeiten oder nicht? Ich weiß es nicht. Das einzige was ich weiß, ist, dass ich hier raus will...und zwar so schnell wie möglich. Ich halte diese Demütigungen nicht mehr aus...jede Nacht kommt er zu mir, zwingt mich dazu, mich ihm hinzugeben. Es reicht, dass ich ein Kind umgebracht habe...das hab ich schon kaum überlebt...bei einem nächsten wird es mich wohl erwischen....




Kommis?




Zuletzt bearbeitet von Cruel_Fairytale am 15/6/2008, 09:36, insgesamt einmal bearbeitet
  
Cruel_Fairytale
Gast






BeitragVerfasst: 15/6/2008, 09:36  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

ich poste jetzt mal noch das erste Kapitel...

Wie jede Nacht verschwindet er, sobald er fertig ist, und lässt mich mit meinen Schmerzen einfach liegen. Ich spüre, wie das Blut meinen Oberschenkel entlangläuft. Eigentlich sollte ich mich ja mittlerweile daran gewöhnt haben, dennoch blute ich jedes Mal, wenn er mich nimmt. Grob ist keine Bezeichnung dafür, wie er ist. Bestialisch trifft es eher.
Stumme Tränen laufen meine Wangen hinab. Es sind keine Tränen des Schmerzes oder der Demütigung, sondern Tränen der Verzweiflung. Ich kann nicht mehr. Seit fast 20 Jahren bin ich nun schon hier und wie oft habe ich es nun schon versucht, zu fliehen? Ich bin müde, sehr müde. Unter Schmerzen falle ich in einen traumlosen, unruhigen Schlaf. Am nächsten Morgen werde ich von einem der Gnome geweckt, die hier im Schloss arbeiteten. Selbst diese kleinen, grünlichen Wesen standen noch über uns, den Sklaven. Wieso schickt er einen, um mich zu holen? Das Ganze ist mir ein wenig suspekt. "Der Meister will dich sehen, Hexe" krächzt der Gnom, schaut mich finster an und verschwindet wieder. Seufzend krieche ich aus dem Bett. Mir tut alles weh, und als ich die riesige Blutlache auf dem Laken sehe, wundert mich gar nichts mehr. Langsam gehe ich zu dem kleinen Tisch und wasche mich, bevor ich das kratzige Wollkleid anziehe. Mit den Fingern ordne ich meine lange, schwarze Lockenmähne. Noch ein Blick in die Waschschüssel, die mir mein verzerrtes Spiegelbild auf der Wasseroberfläche zeigt. Das, was ich erkennen kann, gefällt mir nicht. Blass und krank sehe ich aus. Wie sollte es auch anders sein, bei diesen Lebensbedingungen? Ich schließe kurz die Augen, atme tief durch und trete dann hinaus in den großen, dunklen Korridor, der mich zum 'Meister' führt. Entweder er will, dass ich ihm etwas vorhersage oder er will sich vergnügen. Einen anderen Grund kann ich mir kaum vorstellen, warum er mich sehen wollte.
Auf dem Weg zum Thronsaal begegnet mir nichts und niemand. Das Schloss scheint wie ausgestorben. Das ist nicht normal. Eigentlich sollte es hier nur so von Gnomen und niederen Dämonen wimmeln, die mich immer anfallen, wenn sie mich sehen. Dementsprechend sehe ich auch aus. Überall Narben und Bissspuren von Dämonen. Sie scheinen mich als Freiwild anzusehen. Und er tut auch nichts dagegen. Er schlägt mich nur, wenn er zu mir kommt und die ganzen Wunden sieht. Und wehren darf ich mich nicht. Das habe ich einmal getan. Ein einziges Mal habe ich einen dieser Dämonen in schwarzen Flammen aufgehen lassen. Als Strafe dafür, hat er mich ausgepeitscht. Wochenlang schwebte ich zwischen Leben und Tod. Nur durch Lia, eine der Sklavinnen, konnte ich überleben. Er hatte es ihr aufgetragen, mich gesund zu pflegen, sonst würde er sie seinen Kreaturen zum Fraß vorwerfen. Das habe ich zumindest erfahren, als es mir wieder besser ging. Lia hat mich auf Knien angefleht, wieder gesund zu werden. Sie wollte ihr kleines Kind nicht alleine bei ihm lassen. Für sie lebe ich noch. Sie ist der einzige Mensch, der mir etwas bedeutet. Deshalb ertrage ich das alles.
Vor dem Thronsaal stehen zwei Wachen. Sie ignorieren mich, als ich an ihnen vorbei gehe und den großen, bedrohlichen Saal betrete. Da sitzt er auf seinem Thron, schaut mich aus seinen kalten, roten Augen an. "Da bist du ja" Diese eisige Stimme, die mir in der Nacht zuvor noch ins Ohr gehaucht hatte, jagt mir einen Schauer über den Rücken. "Meister..." Wie es mir antrainiert wurde, knickse ich vor ihm und senke demütig den Kopf. "Ich will wissen, was die Nosferatu planen." Er brauch nicht aussprechen, was er von mir will. Innerlich seufzend begebe ich mich an meinen Platz zu seiner Linken, wo ein samtenes Kissen liegt, auf dem ich mich niederlasse. Er schnippt mit dem Finger und ein Gnom tritt aus der Dunkelheit hervor, ein Messer in der Hand. Schweigend ergreife ich die Waffe und schließe die Augen, versuche mich in das Messer hineinzuversetzen. Farú wird ungeduldig. Es dauert ihm zu lange, bis ich etwas herausfinde. "Meister, es tut mir leid. Ich sehe nichts." Ich öffne die Augen nicht, ich spüre nur den Schlag im Gesicht. Ich habe ihm die falsche Antwort gegeben. "Was soll das heißen, du siehst nichts? Verfluchtes, nutzloses Weib! Bestraft sie!" Farú's donnernde Stimme lässt keinen Widerspruch zu. Ich gebe keinen Laut von mir, als die Wachen kommen, um mich zu holen. Das sadistische Grinsen in ihrem Gesicht lässt mich nur erahnen, was sie mit mir vorhaben, als sie mich zu den Kerkern schleifen. Ich schmecke warmes Blut, das mir aus dem Mund läuft. Bitte, lass es endlich ein Ende haben. Erlöst mich endlich von meinen Qualen, ihr Götter! Einer der Wachen drückt mich auf die Folterbank, grinst mich lüstern an. Wieder schließe ich die Augen, halte den Mund und lasse beide gewähren.


  
Jacky
Gast






BeitragVerfasst: 15/6/2008, 09:45  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

toll geschrieben feechen^^ *einschleim^^*!


  
päivi-pek
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Beiträge: 5391
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BeitragVerfasst: 16/6/2008, 08:35  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

Ich verschiebs mal in den OT-FF-Bereich Wink

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Auf deutsch MANN auf finnisch MIES.....ZUFALL????

Löwe  Pferd Versteckt
Annechen93
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BeitragVerfasst: 16/6/2008, 11:35  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

wow feechen!!!
das is ja wie in ...
keine ahnung wie ichs beschreiben soll^^
aber sehr schön!
ich les es auf jeden fall weiter!

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Widder  Hahn Offline
Saiki
Mega CB Fan


Alter: 24
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BeitragVerfasst: 16/6/2008, 14:28  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

sehr schön. eigentlich mag ich son fantasy zeugs mit gnomen und anderen kreaturen nicht, aber das klingt sehr interessant... weiter!

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Wassermann  Katze Offline
Cruel_Fairytale
Gast






BeitragVerfasst: 16/6/2008, 15:28  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

oO
Euch gefällt sie echt *staun* xD

Okay,habt mich überzeugt. Ich poste sie weiter....Falls es halt mal zu brutal wird,gibts das jeweilige Pitl als Lemon. ^^ Hab in Aíslinn ein neues Opfer für meien sadistischen Anfälle gefunden ^^

Kapitel 2
„Aíslinn, ist alles in Ordnung mit dir? Du siehst so blass aus.“ Lia beugt sich besorgt über mich. Nach der Bestrafung wurde ich zu ihr in die Kammer gebracht, damit sie die Wunden auf meinem Rücken verarzten kann. „Mir geht es prima. Danke der Nachfrage“ presse ich zwischen den Zähnen hervor. In der Tat geht es mir besser als ich dachte. Die Wachposten scheinen sich richtig verausgabt zu haben, bevor sie sich mit Peitschen vergnügt hatten. „Wenn du es irgendwie einrichten kannst, Lia, dann kratze mit bitte sämtliche Haut vom Körper ab, die ich besitze.“ Ich rieche sie förmlich. Wenn er es tut, ist es was anderes. Aber wenn mich andere anrühren, dann könnte ich durchdrehen. Bei ihm ist es schon fast wie Gewohnheit. Lia schaut mich skeptisch an. „Nein, das werde ich nicht. Ich werde dich waschen und dir etwas geben, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Aber umbringen werde ich dich nicht.“ Gesagt, getan. Lia wäscht mich mit eiskaltem Wasser so lange, bis ich mich „sauber“ fühle. Danach brüht sie mir einen Tee auf, gibt mir ein paar Kräuter und lässt mich das Gebräu trinken, das sofort wirkt. Ich falle in einen traumlosen, tiefen Schlaf.
Im Traum sehe ich ihn wieder, den großen Unbekannten. Fast jede Nacht erscheint er mir nun. Er schaut mich immer mit tiefschwarzen Augen an, in denen ich fast versinke. Ich weiß was er ist und dass ich ihn schon sehr bald sehen werde, den Nosferatu...

Lia bestätigt die Vermutung, die ich schon seit Tagen habe. „So leid es mir tut es sagen zu müssen, aber ich glaube, du hattest recht. Du bist schwanger.“ Ich schließe die Augen. „Kannst du mir was zusammenbrauen oder muss ich mich die nächste Treppe runterstürzen?“ „Aíslinn! Das kannst du nicht tun!“ „Was kann ich nicht tun? Das Ergebnis einer Vergewaltigung beseitigen? Es reicht mir, dass er jede Nacht kommt. Da will ich nicht auch noch seinen Bastard mit mir rumschleppen müssen.“ Obwohl ihr der Gedanke zuwider ist, versteht sie mich. „Ich braue dir etwas zusammen.“ Und damit verschwindet Lia wieder und lässt mich alleine mit meiner Arbeit. Meine Gedanken kreisen um das ungeborene Leben, das ich töten werde. Ich spüre einen leichten Stich im Herzen, doch es muss sein. Ich will nicht noch mehr an Farú gebunden sein, als ich so schon bin. Außerdem würde das Kind den bevorstehenden Kampf nicht überleben. Letzte Nacht sah ich es. Die Nosferatu werden Farú angreifen. Ich werde diese Gelegenheit nutzen und flüchten. Und dann werde ich dieser Welt den Rücken kehren.
Ein Gnom räuspert sich hinter mir. „Lass mich raten, der Meister will mich sehen?“ „Ja“ Ich verdrehe die Augen und füge mich meinem Schicksal. Was auch immer er wieder von mir will. Wahrscheinlich soll ich ihm wieder vorhersagen, was sie planen, die Nosferatu.
Jedoch wird meine Vermutung nicht erfüllt, als ich den Thronsaal betrete und eine in der Ecke zusammengekauerte Lia finde. „Willst du mir nicht etwas beichten, Hexenweib?“ faucht Farú mich an. Wahrscheinlich wurde Lia beim brauen erwischt. Das darf sie normalerweise nur, wenn Farú ihr die Erlaubnis dazu gibt. Er will Kontrolle darüber haben, was seine Sklaven tun. Ich hätte mich doch die nächste Treppe runterstürzen sollen, denn dass Farú sich einen Thronfolger wünscht, der starke magische Fähigkeiten hat, ist kein Geheimnis. Und dass ich der heimliche Favorit bin, auch nicht. Er hat zwar einen riesigen Harem, aber das sind entweder Menschenfrauen oder elbische Kriegsgefangene. Ich sehe ihm fest in die Augen. „Ja, ich erwarte ein Kind. Und dieses Kind wird das Licht der Welt niemals erblicken!“ Noch bevor irgendjemand reagieren kann, renne ich nach draußen, kletterte auf das Geländer des Balkons und stürze mich hinab. Im Unterbewusstsein nehme ich noch Lias Schrei wahr.


  
Saiki
Mega CB Fan


Alter: 24
Anmeldungsdatum: 27.05.2008
Beiträge: 2100

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BeitragVerfasst: 16/6/2008, 16:35  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

Shocked uiuiui. toll geschrieben bin gespannt auf mehr. was ist Aíslinn eigentlich, ein Mensch doch wohl nicht oder doch? meine fantasie ist nicht soooo groß ^^

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Wassermann  Katze Offline
Cruel_Fairytale
Gast






BeitragVerfasst: 16/6/2008, 21:03  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

Saiki, das wirst du noch erfahren,was Aíslinn ist ^^

Kapitel 3
Farú tobt. Trotz meines Zustandes hat er mich windelweich geschlagen. Kein Wunder. Ich habe seinen potentiellen Thronfolger umgebracht und hätte es beinahe selbst nicht überlebt. Einzig Lias Heilkunst hat mich am Leben erhalten. Als Strafe für mein Tun hat er mich an den Händen im Brunnen aufgehängt. Ich hoffe doch sehr, dass ich in dem kalten Wasser erfriere. Wenigstens lässt er mich hier in Ruhe.
Ich weiß nicht, wie lange ich hier rumhänge, doch es müssen wohl mehrere Tage sein. Ich spüre meinen Körper nicht mehr. Mir kommt alles so irreal vor, als wäre alles nur ein Traum. Meine Hände müssen mittlerweile angestorben sein. Ich bezweifle, dass sie genug Blut bekommen. Was war das? Bilde ich es mir ein, oder höre ich da oben die Geräusche eines Kampfes? Ich würde mich ja selbst befreien, aber ich bin einfach zu schwach dazu. Als der Kopf eines gerade erstochenen Soldaten in den Brunnen fällt, kreische ich erschrocken auf. "Was war das?" Ein fremder Soldat schaut zu mir herunter und reißt die Augen auf. Er hat wohl noch nie gesehen, dass Sklavinnen zur Strafe in den Brunnen gehängt werden. Hoffentlich holt er mich raus. Ich setzte meinen treuesten Hunbdeblick auf, den ich zustande bringe. Es scheint zu wirken. Der Soldat holt mich herauf und stellt mich vor sich auf die Füße. Durch die dangen Strapazen der letzten paar Tage habe ich nicht die Kraft, um mich auf den Beinen zu halten und kippe ihm entgegen. "Hoppla. Du musst ihn wohl sehr entzürnt haben, wenn er dich da rein steckt." Der Soldat streicht mir eine Strähne aus dem Gesicht und sieht mir direkt in die Augen. Ich erstarre. Es ist der Nosferatu aus meinem Traum. Er merkt, wie ich mich versteife. „Hast du Schmerzen?“ Blöde Frage. Ich spüre nichts mehr. Ich schüttle nur den Kopf und senke den Blick zu Boden. Musste das kommen? Dieser Nosferatu wird mich nicht anders behandeln als Farú. Das weiß ich. Er schaut sich um, pfeift seine Männer zurück. Dann hebt er mich hoch und trägt mich zu den anderen. „Seit wann macht ihr Kriegsbeute, Mylord?“ fragt einer der Soldaten. Der Nosferatu, der mich trägt, zuckt nur mit den Schultern. „Meine persönlichen Angelegenheiten, gehen dich nichts an, Twig!“ Diese eiskalte Stimme lässt mich erschaudern. Er merkt es, schaut mich kurz an und setzt mich dann auf sein Pferd.
Ich muss eingeschlafen sein, denn als ich geweckt werde, stehen wir im Hof eines riesigen Schlosses. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken, als ich mich umsehe. „Ist dir kalt?“ Er mustert mich kurz. Ich schüttle den Kopf. „Nein, Mylord“ Demütig senke ich den Kopf. Bei einem Nosferatu kann man nie wissen. „Komm, ich helfe dir vom Pferd.“ Er streckt mir die Hand hin, doch ich traue ihm nicht, das sagt mein Blick auch ganz deutlich, und springe alleine vom Pferderücken herunter. Ich hätte seine Hilfe annehmen sollen, denn meine Beine knicken einfach ein. Hätte er mich nicht aufgefangen, wäre ich gnadenlos hingefallen. Ich schaue ihm in die tiefschwarzen Augen. Sein Blick ist warm, was mich verwirrt. Sind diese Wesen normalerweise nicht eiskalt? Das sagte Farú zumindest immer. Misstrauisch lasse ich mich von ihm in das Schloss ziehen. Drinnen ist es gleich viel wärmer als draußen. Der Nosferatu pfeift ein paar Bedienstete her und trägt ihnen auf, ein Bad und frische Kleidung für mich vorzubereiten. Verwirrt schaue ich ihn an. „Wieso?“ rutscht es mir raus. Im selben Moment zuckte ich auch schon zusammen. Farú hat uns immer geschlagen, wenn wir Fragen stellten, die wir nicht zu stellen hatten. Doch diesmal kommt kein Schlag. Als mir das klar wird, schaue ich ihn mit großen Augen an. „Wieso fragst du? Ganz einfach. Du siehst so aus, als ob dir ein Bad gut tun würde. Vor allem, sollten deine Verletzungen versorgt werden.“ Sanft schiebt er mich in Richtung der Dienerinnen. Eine von ihnen nimmt mich an der Hand und zieh mich hinter sich her. Ich lasse es geschehen.
Nachdem ich nun gewaschen und verarztet wurde, bringt eine der Mägde etwas zu Essen. Ich traue dem ganzen immer noch nicht, musterte das Mahl argwöhnisch. „Der Meister wünscht, dass ihr dieses Mahl zu euch nehmt und dann zu ihm kommt.“ Ich seufze. Das kann ja nur heiter werden. Gehorsam nehme ich ein Stück Brot und kaue darauf herum. Es dauert lange, bis ich alles heruntergewürgt habe. Als ich endlich fertig bin, bringt mich die Magd, die das Essen brachte, zu dem Nosferatu. So wie es aussieht, ist der Raum, in den ich gebracht werde, die Bibliothek des Schlosses. Überall stehen riesige, dunkle Holzregale, vollgestopft bis oben hin mit Büchern. Er sitzt in einem Sessel am Fenster und schaut in den Sonnenuntergang hinaus, ein Glas Wein (oder ist es doch Blut?) in der Hand. „Setz dich.“ Mit einer Hand weißt er auf den Sessel neben ihm. Langsam lasse ich mich darauf nieder und schaue ihn erwartungsvoll an. Was hat er mit mir vor? Er mustert mich lange. „Wie heißt du?“ Ich schweige und schaue weg. Ich will ihm meinen Namen nicht verraten. Es ist weit bekannt, dass Farú die Seherin Aíslinn als seine Sklavin und Geliebte bei sich hielt. Ich habe keine Ahnung, was dieser Vampir mit mir machen würde, wenn ich es ihm sage. Ich drehe den Kopf zur Seite und schaue weg. Lange,warme Finger legen sich unter mein Kinn und drehen meinen Kopf wieder zu sich.Diese tiefschwarzen Augen blicken in die meinen, so, als ob er alles sehen könne, was sich dahinter verbirgt. „Bist du die, für die ich dich halte? Bist du die Seherin, die er so bestialisch behandelte?“ Ich zucke zusammen. Das scheint ihm als Antwort zu genügen. Mit weit aufgerissenen Augen schaue ich ihn an. Die Angst, die mich überkommt, scheint ihn förmlich anzuschreien. „Ich tu dir nichts, Aíslinn.“ Das kann jeder sagen, denke ich mir. Er steht auf, läuft hin und her und bleibt dann wieder stehen, um mich zu mustern. Mein Erscheinungsbild muss wirklich unerträglich sein. Trotz des dunkelroten Kleides, das man mir gegeben hatte, sehe ich wahrscheinlich noch sehr krank aus. Er kommt näher, bleibt direkt vor mir stehen. Wieder wandern seine schlanken Finger unter mein Kinn und heben es hoch. Ich spüre seinen warmen Atem auf dem Gesicht, nehme seinen fremden, und doch angenehmen Geruch wahr. „Mein Name ist Cian.“ Meine Alarmglocken schallen plötzlich sehr laut. Cian. Der Vampirlord. Der Mann, vor dem Farú solch wahnsinnige Angst hat. Sein größter Feind. Und jetzt stehe ich hier vor ihm als seine Gefangene. Mein Schicksal scheint sich nicht zum besseren gewendet zu haben. Ich will den Blick abwenden, doch er lässt mich nicht. Cians durchdringender Blick hält mich gefangen. Ich spüre, wie sich seine Arme um meine Taille schlingen, er meinen Kopf ein wenig zur Seite schiebt und sein Gesicht an meiner Halsbeuge birgt. Ich schließe die Augen, spüre seinen heißen Atem, die weichen Lippen. Ein kurze Schmerz durchzuckt meinen Körper, als er zubeißt und mir schwarz vor Augen wird.


  
Piper
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beiträge: 9845

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BeitragVerfasst: 16/6/2008, 22:57  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

O___O oh feechen *anspring* die ist toll <3 du hast nen fan mehr ^___^

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Bijay
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Alter: 40
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BeitragVerfasst: 17/6/2008, 07:26  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

WOW

Feechen ich lese auch mit.

Bin schon gespannt wie das mit cian und faru weitergeht

Klasse geschrieben

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Löwe  Schwein Offline
Cruel_Fairytale
Gast






BeitragVerfasst: 17/6/2008, 13:31  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

Thx für die Kommis ^^

EDIT: jetzt müsste das richtige Pitl drin sein xD Sry ^^

Kapitel 4
Er löst sich langsam und vorsichtig von mir, hält mich fest, damit ich nicht umfalle. „Setz dich, Aíslinn.“ Mit sanfter Gewalt drückt er mich auf den Sessel, vor dem wir stehen. Ich sehe immer noch alles drei Nuancen dunkler. Cian schenkt ein Glas Wein ein, drückt es mir an die Lippen. „Trink.“ Seine tiefe, attraktive Stimme hat eine beruhigende Wirkung auf mich. Während ich trinke, mustere ich ihn. Er ist groß und sehr gut gebaut, soweit ich es erkennen kann. Unter dem schwarzen Hemd, das er nun trägt, zeichnen sich stahlharte Muskeln ab. „Bin ich so interessant?“ fragt er mich und seine tiefschwarzen Augen schauen mich an. Er hat rabenschwarzes Haar, das ihm in Strähnen ins Gesicht hängt. Er lächelt und zeigt eine Reihe makellos weißer Zähne. Die Geschichten, die ich über die Nosferatu gehört habe, sind also wahr. Er scheint einfach perfekt zu sein. Ich wende den Blick ab, nippe noch einmal an meinem Wein. Ich spüre, wie mir seine Hand durch die Haare streift. Was will er von mir? Vorsichtig schaue ich zu ihm auf. Cian streicht mir die Haare aus dem Gesicht. Schnell wende ich wieder den Kopf ab. Ich will nicht, dass er meine Augen sieht. Zu spät! Schon dreht er meinen Kopf wieder zu sich, hält meinen Blick gefangen. „Interessante Augenfarbe“ murmelt er vor sich hin. Ich zucke zurück. Meine ungewöhnliche Augenfarbe hat mir schon einmal mein Leben versaut, damals, als mich mein Vater im zarten Alter von zwei Monaten an Farú verkaufte. Das dunkle Violett meiner Augen zeichnet mich als das aus, was ich bin, eine der letzten Dunkelfeen die es gibt. Meine Flügel wurden mir schon vor Jahren ausgerissen, damit ich nicht wegfliegen kann. Für Farú war ich etwas wie eine Trophäe, mit der er machen konnte, was er wollte. Und jetzt bin ich bei Cian und habe keine Ahnung, was er mit mir vorhat. „Also stimmen die Gerüchte doch. Farú hat sich tatsächlich eine Dunkelfee geangelt. Dafür, dass du so ein Unikat bist, hat er dich aber nicht gut behandelt.“ Ich schnaube leise. Auf diese Idee wäre ich selbst nicht gekommen. Cian lächelt wieder. Dann zieht er mich vorsichtig auf die Beine. „Hier wird es dir besser gehen.“ Wie bitte? Er will mich hier festhalten? Das darf doch nicht wahr sein! Ich wurde von einem goldenen Käfig in den nächsten gebracht. Ich versuche mich von ihm loszureißen, doch erstens hab ich kaum genügend Kraft, um mich selbst auf den Beinen zu halten und zweitens ist er sowieso stärker als ich. Selbst zum Zaubern fehlt mir die Kraft. Er zieht mich einfach mit sich. Der Raum, in dem wir stehen bleiben, scheint sein Schlafzimmer zu sein. Der Blick, mit dem er mich ansieht, spricht Bände. Was habe ich eigentlich an mir, dass jeder x-beliebige Kerl mich in sein Bett zerren muss? Seufzend lasse ich mich von ihm auf das Bett verfrachten. Doch er scheint nicht im Sinn zu haben, mich zu nehmen. Er deckt mich zu, legt mir eine Hand auf die Stirn und murmelt ein paar leise Worte. Ich versuche gegen die plötzlich ansteigende Müdigkeit anzukämpfen, doch ich schlafe traumlos ein.
Schlagartig wache ich auf. Strahlender Sonnenschein erhellt das riesige Zimmer. Ich schaue mich um. Geschmack hat er, das muss ich zugeben. Alles ist mit großen, dunklen Möbeln ausgestattet, die auf den ersten Blick gar nicht so prunkvoll wirken, wie sie eigentlich sind. Als ich aus dem Bett rutschen möchte, spüre ich einen Arm, der sich um meine Taille legt und mich wieder zurückzieht. Cian drückt mich fest an sich, vergräbt den Kopf in meinen Haaren und schläft friedlich weiter. Wieso müssen Vampire auch bei Tag schlafen? Bin ich jetzt die ganze Zeit hier gefangen? Vorsichtig versuche ich mich aus dem Griff zu befreien, doch er ist stärker. Er grummelt etwas in sich hinein und öffnet ein Auge. „Was hast du denn?“ fragt er gähnend. Irgendwie ist das Bild, das sich mir hier gerade zeigt, ja schon niedlich. Schnell verwerfe ich den Gedanken wieder. Cian ist ein Vampir, der mich zu seinem neuen Haustier gemacht hat. Langsam richte ich mich auf, sehe ihn an. „Könntet Ihr mich vielleicht loslassen?“ Cian schüttelt den Kopf. „Nein, kann ich nicht.“ Mit einer schnellen, ruckartigen Bewegung lag er plötzlich auf mir drauf, drückte mich in die weiche Matratze. Der Schock muss mir ins Gesicht geschrieben stehen, denn er lächelt wieder dieses makellose Lächeln. Dann senkt sich sein Kopf wieder zu meinem Hals. Zuerst spüre ich einen zarten Kuss, bevor er sanft zubeißt. Ich schließe die Augen. Irgendwie ist es ja sogar angenehm, ihm so nah bei mir zu spüren. Es gibt mir ein Gefühl der Sicherheit. Er merkt, dass ich mich entspanne. Seine Hand wandert vorsichtog nach unten, öffnet das Mieder und lässt seine Hand in das Kleid wandern. Ich spüre, wie seine warme Hand über meine Brust streicht. Ein leises Stöhnen kann ich nicht unterdrücken. Langsam schiebt er meinen Rock hoch. Zum ersten Mal spiele ich mit, schlinge ihm die Arme um und lasse es geschehen, dass er mich verführt.


  
Saiki
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Alter: 24
Anmeldungsdatum: 27.05.2008
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BeitragVerfasst: 17/6/2008, 13:58  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

*taumel* suchtie bin. da ja jetzt endlich die 4 drinne ist ^^ ...

du schreibst spitze. (ich weiß doofes wort, aber das passt einfach.) als ob ich ein buch von nem hauptberuflichen autor lese. weiter... xD

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Wassermann  Katze Offline
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Anmeldungsdatum: 06.02.2008
Beiträge: 1463
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BeitragVerfasst: 17/6/2008, 14:17  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

ulala, feechen wie kannst du sowas schreiben???
echt, klingt schleimerisch aber könnte echt veröffnetlicht werden!!!

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Widder  Hahn Offline
Piper
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Anmeldungsdatum: 17.09.2007
Beiträge: 9845

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BeitragVerfasst: 17/6/2008, 14:21  Titel:  (Kein Titel) Nach untenNach oben

ich will meeeehhhr xD

kommt heute noch eins ^^ *zappel*

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